Jeden Tag bewältigt unser E-Mail-Posteingang geschäftliche Kommunikation, persönliche Nachrichten und leider auch Betrugsversuche. Wenn wir mit einer verdächtigen E-Mail konfrontiert werden, die einen Gewinn ankündigt oder eine dringende Handlung erfordert, ist die erste Reaktion Zweifel. Es gibt ein oft ignoriertes Werkzeug, das es ermöglicht, hinter den Schein zu blicken und die wahre Natur einer Nachricht zu analysieren: die Funktion ‘Original anzeigen’. Dieser Befehl öffnet die Türen zum Quellcode der E-Mail, einem technischen Text, der wertvolle Informationen über ihre Herkunft und Authentizität verbirgt. Zu verstehen, wie man ihn liest, ist keine Fähigkeit, die nur IT-Experten vorbehalten ist, sondern eine praktische Kompetenz für jeden, der sich sicherer in der digitalen Welt bewegen möchte.
Stellen wir uns diese Funktion als den “Blick hinter die Kulissen” jeder E-Mail vor, die wir erhalten. Während die Benutzeroberfläche unseres E-Mail-Clients uns eine saubere und geordnete Nachricht zeigt, enthüllt der Quellcode die Infrastruktur, die sie transportiert hat. Durch die Analyse des E-Mail-Headers, also der technischen Kopfzeile, können wir den zurückgelegten Weg entdecken und überprüfen, ob derjenige, der behauptet, sie gesendet zu haben, wirklich der ist, für den wir ihn halten. Diese Analyse ist grundlegend, um Phishing-Versuche und andere Bedrohungen zu entlarven und verwandelt einen einfachen Benutzer in einen bewussten und vorbereiteten digitalen Detektiv.
Was ist die Funktion ‘Original anzeigen’?
Die Funktion ‘Original anzeigen’ oder ‘Quelltext anzeigen’ ist eine Option, die in den meisten E-Mail-Programmen verfügbar ist und den Zugriff auf den Rohtext einer E-Mail ermöglicht. Anstatt die Nachricht formatiert mit Bildern, Schaltflächen und stilisiertem Text anzuzeigen, zeigt dieses Tool den vollständigen Code, aus dem sie besteht. Wir können es uns wie das Röntgenbild eines Briefes vorstellen: Während wir mit bloßem Auge nur den geschriebenen Text sehen, enthüllt das Röntgenbild die Struktur des Papiers, die Zusammensetzung der Tinte und die Spuren, die auf dem Weg hinterlassen wurden. Ebenso enthält der Quellcode einer E-Mail nicht nur den sichtbaren Inhalt, sondern auch eine Reihe von Metadaten und grundlegenden technischen Anweisungen.
Der Inhalt des Quellcodes teilt sich hauptsächlich in zwei Teile. Der erste ist der Header (Kopfzeile), ein Abschnitt, der die Reise der E-Mail vom Server des Absenders zu dem des Empfängers nachzeichnet. Der zweite ist der Body (Textkörper), der die eigentliche Nachricht enthält, oft in verschiedenen Formaten wie einfachem Text (Plain Text) und HTML. Letzteres ist der Code, der das grafische Erscheinungsbild der E-Mail definiert, wie Farben, Layout und Bilder. Der Zugriff auf diese Informationen ist der erste Schritt für eine gründliche technische Analyse, die für die Sicherheit und Problemlösung unerlässlich ist.
Warum es wichtig ist: Ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation
Im italienischen und mediterranen kulturellen Kontext basiert Kommunikation oft auf Vertrauen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese Tradition, die auf menschlichem Kontakt beruht, kollidiert mit der unpersönlichen Natur der digitalen Welt, wo technologische Innovation neue Interaktionsformen, aber auch neue Bedrohungen geschaffen hat. Die E-Mail, ein mittlerweile “traditionelles” Werkzeug unseres digitalen Lebens, erfordert einen Ansatz, der die für unsere Kultur typische Vorsicht mit einem neuen technischen Bewusstsein verbindet. Die Funktion ‘Original anzeigen’ verkörpert dieses Gleichgewicht perfekt: Sie ist ein innovatives Werkzeug, das es uns ermöglicht, eine gesunde Skepsis, eine Art digitale “Schlauheit”, anzuwenden, um uns zu schützen.
Die Daten zur Cyberkriminalität in Europa und Italien wachsen stetig. Laut aktuellen Statistiken sind Millionen von Menschen jedes Jahr Ziel von Phishing-Versuchen mit immer ausgefeilteren Techniken. In diesem Szenario ist die Fähigkeit, eine E-Mail zu analysieren, keine Spielerei für Technikbegeisterte mehr, sondern eine praktische Notwendigkeit. Es wird zu einer Geste der digitalen Selbstverteidigung, die unsere Autonomie stärkt und es uns ermöglicht, legitime Kommunikation von Fallen zu unterscheiden. Diese Denkweise anzunehmen bedeutet, sich weiterzuentwickeln und die traditionelle Aufmerksamkeit für menschliche Beziehungen in den digitalen Bereich zu übertragen, um mit größerer Sicherheit zu navigieren.
Praktische Anleitung: So finden Sie ‘Original anzeigen’
Der Zugriff auf den Quellcode einer E-Mail ist ein einfacher Vorgang, auch wenn die Vorgehensweise je nach verwendetem E-Mail-Client leicht variiert. Die Schritte für die gängigsten Dienste zu kennen, ermöglicht es, dieses mächtige Werkzeug immer griffbereit zu haben. So finden Sie es bei den wichtigsten Anbietern:
- Gmail: Öffnen Sie die E-Mail, die Sie analysieren möchten. Klicken Sie oben rechts in der Nachricht auf das Symbol mit den drei vertikalen Punkten (Mehr). Wählen Sie im erscheinenden Dropdown-Menü den Punkt ‘Original anzeigen’. Es öffnet sich ein neuer Browser-Tab mit dem gesamten Quellcode der E-Mail.
- Microsoft Outlook (Web-Version und Desktop-App): Öffnen Sie die Nachricht in einem separaten Fenster. Suchen Sie in der Menüleiste oben nach dem Symbol mit den drei Punkten oder dem Bereich ‘Aktionen’. Wählen Sie dort ‘Anzeigen’ und dann ‘Quelltext anzeigen’. Der Quellcode erscheint in einem neuen Fenster.
- Apple Mail: Wählen Sie die E-Mail aus, die Sie interessiert. Klicken Sie in der Menüleiste oben auf dem Bildschirm auf ‘Darstellung’. Gehen Sie im Dropdown-Menü auf ‘E-Mail’ und wählen Sie schließlich ‘Reine Datei’. Der Rohcode der Nachricht wird in einem neuen Fenster angezeigt.
Sobald der Quellcode geöffnet ist, stehen Sie vor einem Textblock, der auf den ersten Blick unverständlich erscheinen mag. Lassen Sie sich nicht einschüchtern: Der nächste Schritt besteht darin, zu lernen, die darin verborgenen Schlüsselinformationen zu erkennen.
Den Header entschlüsseln: Die verborgenen Informationen
Der Header einer E-Mail ist ihr digitaler Ausweis und die Chronologie ihrer Reise. Wenn man ihn korrekt liest, beginnend von unten nach oben, kann man den Weg der Nachricht rekonstruieren und ihre Authentizität überprüfen. Einer der wichtigsten Abschnitte ist ‘Received’, der jeden Server anzeigt, den die E-Mail durchlaufen hat. Wenn eine E-Mail, die scheinbar von Ihrer Bank gesendet wurde, von einem Server mit einem seltsamen Namen stammt oder sich in einem unerwarteten Land befindet, ist das ein starkes Warnsignal. Eine weitere grundlegende Zeile ist ‘Authentication-Results’. Hier finden sich die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfungen wie SPF, DKIM und DMARC. Diese Protokolle überprüfen, ob der Server, der die E-Mail gesendet hat, dazu für diese Domain autorisiert war. Ein Ergebnis “fail” oder “softfail” deutet darauf hin, dass die Nachricht gefälscht sein könnte.
Durch die Analyse des Headers ist es auch möglich, Diskrepanzen zwischen dem angezeigten Absender (Feld ‘From’) und der tatsächlichen Adresse, von der die Kommunikation ausging (oft in den Feldern ‘Return-Path’ oder ‘Reply-To’ auffindbar), zu identifizieren. Betrüger verschleiern oft die reale Adresse, um den Empfänger zu täuschen. Zu lernen, diese Ungereimtheiten zu erkennen, ist eine der effektivsten Fähigkeiten, um sich zu schützen. Das Lesen des Headers verwandelt eine E-Mail von einem einfachen Text in eine datenreiche Quelle für eine persönliche IT-Untersuchung.
Praktische Anwendungsfälle: Wann man ‘Original anzeigen’ nutzen sollte
Die Theorie ist nützlich, aber erst praktische Beispiele zeigen die wahre Kraft dieses Werkzeugs. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine E-Mail von einem Kurier, der Sie über ein lagerndes Paket informiert und Sie bittet, auf einen Link zu klicken, um es freizugeben. Das Erscheinungsbild ist professionell, aber etwas stimmt nicht. Mit ‘Original anzeigen’ bemerken Sie im Feld ‘Received’, dass die E-Mail nicht von den offiziellen Servern des Kuriers stammt, sondern von einer unbekannten IP-Adresse. Sie haben gerade einen Phishing-Versuch entlarvt. Dies ist nur eines von vielen Szenarien, in denen sich diese Funktion als entscheidend erweist.
Ein weiterer häufiger Fall ist die gefälschte Mitteilung der Bank, die einen anomalen Zugriff auf Ihr Konto meldet. Bevor Sie in Panik geraten, öffnen Sie den Quellcode. Die Analyse des Feldes ‘Authentication-Results’ zeigt, dass die DKIM- und SPF-Prüfungen fehlgeschlagen sind: ‘dkim=fail’, ‘spf=fail’. Dies ist der technische Beweis, dass die E-Mail eine Fälschung ist, ein Versuch, einen Phishing-Versuch zu erkennen, um Ihre Zugangsdaten zu stehlen. Schließlich, wenn ein Newsletter, der Ihnen sehr wichtig ist, direkt im Spam landet, kann der Header den Grund dafür enthüllen, indem er eventuelle Konfigurationsprobleme des Absenderservers aufzeigt, die dessen Reputation und Zustellbarkeit beeinträchtigen.
Jenseits der Sicherheit: Weitere Vorteile
Obwohl Sicherheit das Hauptanwendungsgebiet ist, bietet die Funktion ‘Original anzeigen’ auch Vorteile in anderen Kontexten. Manchmal kann eine E-Mail “kaputt” erscheinen: Bilder werden nicht geladen, Text ist verschoben oder Zeichen sind unverständlich. Dies geschieht oft aufgrund von schlecht geschriebenem HTML-Code oder Inkompatibilität mit dem eigenen E-Mail-Client. Durch die Analyse des Quellcodes kann ein Benutzer mit etwas Erfahrung die Ursache des Problems identifizieren, zum Beispiel einen Link zu einem nicht funktionierenden Bild oder ein falsch geschlossenes HTML-Tag.
Außerdem enthält der Nachrichtentext im Quellcode fast immer eine Version in einfachem Text (Plain Text) neben der HTML-Version. Wenn die formatierte Version unleserlich ist, könnte die Textversion dennoch vollkommen klar sein und es ermöglichen, die wesentlichen Informationen der Nachricht wiederherzustellen. Schließlich ist das Erkunden des Quellcodes einer E-Mail für die Neugierigen eine faszinierende Möglichkeit, die Funktionsweise einer der langlebigsten und grundlegendsten Technologien des Internets zu verstehen. Es ist eine Gelegenheit, die Komplexität zu schätzen, die sich hinter einer alltäglichen Geste wie dem Senden und Empfangen einer E-Mail verbirgt.
Kurz gesagt (TL;DR)
Die Funktion ‘Original anzeigen’ ist ein mächtiges Werkzeug, das die technischen Details enthüllt, die in jeder E-Mail verborgen sind, und es Ihnen ermöglicht, Kopfzeilen, Quellcode und Sicherheit für eine gründliche Analyse zu untersuchen.
Die Analyse des Quellcodes einer E-Mail ist unerlässlich, um Zustellungsprobleme zu diagnostizieren und die Authentizität des Absenders zu überprüfen, was Sie vor Phishing und Spam schützt.
Die Beherrschung dieser Funktion ermöglicht es Ihnen, Zustellungsprobleme zu diagnostizieren und Phishing- oder Spoofing-Versuche zu entlarven.
Fazit

Die Funktion ‘Original anzeigen’ ist viel mehr als nur eine einfache Option für Fachleute. Sie ist ein Werkzeug der Transparenz und Kontrolle, das dem Benutzer Macht zurückgibt und es ihm ermöglicht, die Herkunft und Zuverlässigkeit der erhaltenen Kommunikation selbstständig zu überprüfen. In einer Zeit, in der digitale Bedrohungen wie Phishing immer tückischer werden, ist die Fähigkeit, die in einer E-Mail verborgenen Informationen zu lesen, eine wertvolle Fertigkeit. Sie erfordert kein Informatikwissen auf Profi-Niveau, sondern nur etwas Neugier und den Willen, hinter die Oberfläche zu blicken.
Die Gewohnheit anzunehmen, verdächtige E-Mails durch ihren Quellcode zu inspizieren, ist ein konkreter Schritt hin zu mehr digitaler Sicherheit. Es bedeutet, Vorsicht, einen in unserer Kultur verwurzelten Wert, mit den Werkzeugen zu verbinden, die uns die Innovation zur Verfügung stellt. Einen Header entschlüsseln zu können, schützt uns nicht nur vor Betrug, sondern macht uns auch zu bewussteren und autonomeren Nutzern, die fähig sind, sich in der digitalen Welt mit derselben Umsicht zu bewegen, die wir im Alltag anwenden. Im Grunde beginnt Online-Sicherheit mit einer einfachen Geste: einem Klick auf ‘Original anzeigen’.
Häufig gestellte Fragen

Ja, es ist ein völlig sicherer Vorgang. Die Funktion ‘Original anzeigen’ öffnet eine reine Textansicht des Quellcodes der E-Mail. Sie führt keine Skripte aus, lädt keine Bilder herunter und aktiviert keine potenziell schädlichen Inhalte. Es ist das digitale Äquivalent zum Lesen der Zutatenliste eines Produkts: Es beschränkt sich darauf, die technischen Informationen der Nachricht anzuzeigen, die Sie bereits erhalten haben.
Es sind drei grundlegende Sicherheitsprotokolle zur E-Mail-Authentifizierung, die zusammenarbeiten, um zu überprüfen, ob eine E-Mail wirklich von der Domain stammt, von der sie vorgibt zu stammen. Einfach ausgedrückt: – **SPF (Sender Policy Framework)** ist eine Liste von Servern, die autorisiert sind, E-Mails im Namen einer bestimmten Domain zu versenden. – **DKIM (DomainKeys Identified Mail)** fügt der E-Mail eine digitale Signatur hinzu, die garantiert, dass der Inhalt während der Übertragung nicht verändert wurde. – **DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance)** weist den empfangenden Server an, was zu tun ist, wenn die SPF- oder DKIM-Prüfungen fehlschlagen (z. B. ob die Nachricht in den Spam verschoben oder abgelehnt werden soll). Ein Ergebnis ‘pass’ bei diesen Kontrollen ist ein hervorragender Indikator für Legitimität.
Nicht immer mit Präzision. Die Kopfzeilen, insbesondere die ‘Received’-Felder, zeigen die IP-Adressen der Mailserver, die die Nachricht durchlaufen hat, gelesen von unten nach oben. Dies kann Ihnen eine Vorstellung vom Land oder dem Ursprungs-Provider geben, aber oft ist die sichtbare IP die eines großen Dienstes (wie Google oder Microsoft) und nicht die des persönlichen Geräts des Absenders. Zudem kann die Verwendung von VPNs oder Unternehmensnetzwerken den tatsächlichen Standort verschleiern. Es ist also ein nützlicher Hinweis, aber kein definitiver Beweis.
Der technische Aspekt kann einschüchternd wirken, aber man muss nicht alles verstehen. Konzentrieren Sie sich auf wenige Schlüsselelemente, indem Sie die Suchfunktion des Browsers (Strg+F oder Cmd+F) nutzen. Suchen Sie nach ‘Authentication-Results’, um das Ergebnis der Sicherheitsprüfungen SPF, DKIM und DMARC zu sehen. Untersuchen Sie die Felder ‘From’ (Von), ‘Return-Path’ (Rückpfad) und ‘Reply-To’ (Antwort an): Wenn sie sehr unterschiedlich sind, ist das ein Warnsignal. Lesen Sie schließlich die ‘Received’-Felder von unten nach oben, um den Weg der Server nachzuverfolgen.
In den meisten Fällen enthalten E-Mail-Apps für Smartphones (wie Gmail oder Outlook für iOS/Android) die Funktion ‘Original anzeigen’ nicht, um eine einfache Benutzeroberfläche zu gewährleisten. Um auf den vollständigen Quellcode einer E-Mail zuzugreifen, ist es fast immer notwendig, über einen Webbrowser auf einem Desktop-Computer oder Laptop auf Ihr Postfach zuzugreifen. Sobald Sie eingeloggt sind, können Sie dem Standardverfahren für Ihren Anbieter folgen, wie z. B. auf das Menü mit den drei Punkten in Gmail klicken und ‘Original anzeigen’ auswählen.




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