Tutor-Fortbildung: Vollständiger Leitfaden zu den 20-stündigen INDIRE-Kursen

Vollständiger Leitfaden zur Fortbildung für Tutor-Lehrer und Orientierungslehrer. Entdecken Sie die Details zu den obligatorischen 20-stündigen INDIRE-Kursen: Module, Ziele und Kompetenzen.

Veröffentlicht am 29. Nov 2025
Aktualisiert am 29. Nov 2025
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Kurz gesagt (TL;DR)

Die Ausbildung zum Tutor-Lehrer und Orientierungslehrer besteht aus einem obligatorischen 20-stündigen Kurs von INDIRE, der darauf abzielt, die notwendigen Kompetenzen zur Unterstützung der Schüler bei ihren Bildungs- und Berufsentscheidungen zu entwickeln.

Wir vertiefen die Struktur dieser obligatorischen Fortbildungskurse und untersuchen detailliert die von INDIRE definierten Lehrmodule und Kompetenzziele.

Wir sehen uns im Detail an, wie die INDIRE-Fortbildungsmodule strukturiert sind, welche Ziele sie verfolgen und welche Schlüsselkompetenzen die Lehrkräfte entwickeln sollen.

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Das italienische Schulsystem wird um zwei zentrale Berufsfiguren erweitert: den Tutor-Lehrer und den Orientierungslehrer. Eingeführt durch das Ministerialdekret Nr. 328 vom 22. Dezember 2022, reagieren diese neuen Berufsrollen auf einen spezifischen Erneuerungsbedarf. Das Ziel ist es, das Lernen zu personalisieren und die Schüler zu bewussteren Zukunftsentscheidungen zu führen. Diese Initiative, ein integraler Bestandteil der im Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) vorgesehenen Orientierungsreform, zielt darauf ab, Schulabbrüche zu reduzieren und die Abstimmung zwischen Bildung und Arbeitswelt zu verbessern. Um die Lehrkräfte auf diese strategischen Rollen vorzubereiten, wurde ein obligatorischer 20-stündiger Fortbildungskurs eingerichtet, der von INDIRE angeboten wird.

Dieser Artikel bietet einen vollständigen Leitfaden zu diesem Kurs, analysiert seine Struktur, Ziele und die entwickelten Kompetenzen. Es wird untersucht, wie sich diese Fortbildung in den breiteren europäischen Kontext einfügt, der die Berufsberatung als Instrument für individuelles und soziales Wachstum fördert. Zudem wird die Verbindung zur mediterranen Kultur vertieft, indem ein Ansatz gewürdigt wird, der humanistische Tradition und technologische Innovation verbindet, um junge Menschen auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Ein Weg, der, wie wir sehen werden, nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung ist, sondern auch eine Gelegenheit, die Rolle des Erziehers selbst neu zu überdenken.

Ein Tutor-Lehrer erklärt einer Gruppe von Kollegen in einem modernen, hellen Klassenzimmer Konzepte zur Berufsberatung an einer Tafel.
Die 20-stündigen Kurse für Tutor-Lehrer und Orientierungslehrer vermitteln Schlüsselkompetenzen zur Führung von Schülern. Entdecken Sie die Details des Fortbildungswegs und melden Sie sich an.

Wer sind der Tutor-Lehrer und der Orientierungslehrer?

Die Figuren des Tutor-Lehrers und des Orientierungslehrers haben, obwohl eng miteinander verbunden, unterschiedliche und sich ergänzende Rollen innerhalb der Sekundarstufe II. Der Tutor-Lehrer hat die Aufgabe, eine kleine Gruppe von Schülern zu unterstützen, ihnen zu helfen, sich ihrer Potenziale bewusst zu werden und eventuelle Schwierigkeiten zu überwinden. Diese Lehrkraft agiert als Berater, der einen ständigen Dialog mit den Schülern und ihren Familien fördert, insbesondere in entscheidenden Momenten der Bildungsentscheidungen. Sein Handeln konzentriert sich auf die Personalisierung des Lernwegs, wobei die Talente und Neigungen jedes Einzelnen gefördert werden.

Der Orientierungslehrer hingegen hat eine strategischere und übergreifendere Funktion. Seine Aufgabe ist es, Daten und Informationen über das nachschulische Bildungsangebot (Universitäten, ITS Academy) und über die Trends auf dem Arbeitsmarkt zu sammeln und zugänglich zu machen. Er arbeitet mit den Tutoren zusammen, um ein vollständiges Bild der verfügbaren Möglichkeiten zu vermitteln und so die Verbindung zwischen den Bestrebungen der Schüler und den Anforderungen des sozioökonomischen Kontexts zu fördern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tutor am „Selbst“ des Schülers arbeitet, während der Orientierungslehrer die Verbindung zwischen dem Schüler und der „Außenwelt“ herstellt und so informierte und bewusste Entscheidungen sicherstellt.

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Der rechtliche Rahmen: PNRR und die Leitlinien zur Orientierung

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Die Einführung des Tutor-Lehrers und des Orientierungslehrers fügt sich in einen präzisen rechtlichen Rahmen ein, der durch den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) und das Ministerialdekret 328/2022 vorgegeben ist. Der PNRR hat in seiner Mission 4, die „Bildung und Forschung“ gewidmet ist, erhebliche Mittel für die Reform des schulischen Orientierungssystems bereitgestellt. Das Ziel ist zweifach: Bekämpfung des Schulabbruchs und Verringerung der Diskrepanz zwischen den von den Schülern erworbenen Kompetenzen und den vom Arbeitsmarkt geforderten, im Einklang mit den europäischen Empfehlungen. Die „Leitlinien zur Orientierung“ setzen diese Vision um und wandeln sie in konkrete Maßnahmen um.

Diese Leitlinien beschränken sich nicht auf die Einführung neuer Figuren, sondern gestalten die Orientierung als einen kontinuierlichen und in den Lehrplan integrierten Prozess neu. Es sind jährliche Orientierungsmodule von mindestens 30 Stunden für alle Schüler ab der Sekundarstufe I vorgesehen. Diese Reform, die allein für die Rollen des Tutors und des Orientierungslehrers mit 150 Millionen Euro finanziert wird, markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einem Schulmodell, das den Schüler und seinen Lebensplan in den Mittelpunkt stellt – eine grundlegende Veränderung, um 2025 ein effektiverer Lehrer zu werden.

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Die obligatorische Fortbildung: Der 20-stündige INDIRE-Kurs

Um die Lehrkräfte für die neuen Rollen zu qualifizieren, hat das Ministerium für Bildung und Verdienste INDIRE (Nationales Institut für Bildungsdokumentation, Innovation und Forschung) mit der Konzeption und Durchführung eines spezifischen Fortbildungskurses beauftragt. Es handelt sich um einen obligatorischen Kurs von 20 Stunden, der asynchron über einen MOOC (Massive Open Online Course) auf der Plattform „Scuola Futura“ angeboten wird. Diese Fortbildung ist eine Voraussetzung für die Übernahme der Aufgabe, die dann vom Schulleiter formalisiert wird.

Die Wahl eines asynchronen Online-Formats gewährleistet Flexibilität und ermöglicht es den Lehrkräften, die Fortbildung mit ihren unterrichtlichen Verpflichtungen zu vereinbaren. Der Kurs wurde so konzipiert, dass er sowohl für Tutoren als auch für Orientierungslehrer einheitlich ist, was die starke Synergie zwischen den beiden Rollen unterstreicht. Ziel ist es, eine gemeinsame Wissens- und Instrumentenbasis zu schaffen, die für die Umsetzung der neuen Leitlinien zur Orientierung unerlässlich ist. Am Ende des Kurses müssen die Lehrkräfte einen Abschlusstest bestehen, um die Teilnahmebescheinigung zu erhalten, eine Voraussetzung für die Ernennung. Das gesamte Fortbildungskonzept ist als Ausgangspunkt gedacht, der später durch Begleitaktivitäten und Praxiskommunen (Communities of Practice) erweitert wird.

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Struktur und Module des Fortbildungskurses

Der Fortbildungskurs „OrientaMenti“ von INDIRE ist in sechs verschiedene Module gegliedert, die darauf ausgelegt sind, alle theoretischen und praktischen Aspekte der neuen Orientierung abzudecken. Jedes Modul besteht aus kurzen Videolektionen, vertiefenden Materialien und Selbstbewertungstests, was insgesamt 20 Fortbildungsstunden ergibt. Der Ansatz kombiniert die Analyse zukünftiger Szenarien mit konkreten operativen Werkzeugen für eine effektive Integration in den täglichen Unterricht.

Die Kursmodule behandeln folgende Themen:

  • Orientierungskultur: Führt in die Bedeutung der Orientierung im Kontext der Agenda 2030 ein und bereitet Lehrkräfte darauf vor, mit Unsicherheit umzugehen und einen Lebensplan zu fördern.
  • Mögliche Zukünfte und Professionalität: Untersucht aufkommende Berufsszenarien und verknüpft sie mit den erforderlichen Kompetenzen, um sie zu bewältigen.
  • Tertiäres Bildungssystem: Konzentriert sich auf das Wissen über das nachschulische Bildungsangebot, mit besonderem Augenmerk auf die Höheren Technischen Institute (ITS Academy).
  • Der Orientierungsprozess: Analysiert die Rolle des Tutors als Prozessbegleiter und die Phasen zur Erstellung eines persönlichen und beruflichen Projekts.
  • Didaktische Ansätze: Bietet praktische Ratschläge für einen orientierenden und inklusiven Unterricht in Synergie mit anderen bereits in der Schule verwendeten Instrumenten.
  • Plattform UNICA und E-Portfolio: Bietet Wissens- und Methodenelemente für die Nutzung digitaler Werkzeuge wie der Plattform Unica und des E-Portfolios des Schülers. Dieses Modul ist entscheidend für die Verwaltung des digitalen Unterrichts.
  • Orientierungskultur: Führt in die Bedeutung der Orientierung im Kontext der Agenda 2030 ein und bereitet Lehrkräfte darauf vor, mit Unsicherheit umzugehen und einen Lebensplan zu fördern.
  • Mögliche Zukünfte und Professionalität: Untersucht aufkommende Berufsszenarien und verknüpft sie mit den erforderlichen Kompetenzen, um sie zu bewältigen.
  • Tertiäres Bildungssystem: Konzentriert sich auf das Wissen über das nachschulische Bildungsangebot, mit besonderem Augenmerk auf die Höheren Technischen Institute (ITS Academy).
  • Der Orientierungsprozess: Analysiert die Rolle des Tutors als Prozessbegleiter und die Phasen zur Erstellung eines persönlichen und beruflichen Projekts.
  • Didaktische Ansätze: Bietet praktische Ratschläge für einen orientierenden und inklusiven Unterricht in Synergie mit anderen bereits in der Schule verwendeten Instrumenten.
  • Plattform UNICA und E-Portfolio: Bietet Wissens- und Methodenelemente für die Nutzung digitaler Werkzeuge wie der Plattform Unica und des E-Portfolios des Schülers. Dieses Modul ist entscheidend für die Verwaltung des digitalen Unterrichts.
  • Orientierungskultur: Führt in die Bedeutung der Orientierung im Kontext der Agenda 2030 ein und bereitet Lehrkräfte darauf vor, mit Unsicherheit umzugehen und einen Lebensplan zu fördern.
  • Mögliche Zukünfte und Professionalität: Untersucht aufkommende Berufsszenarien und verknüpft sie mit den erforderlichen Kompetenzen, um sie zu bewältigen.
  • Tertiäres Bildungssystem: Konzentriert sich auf das Wissen über das nachschulische Bildungsangebot, mit besonderem Augenmerk auf die Höheren Technischen Institute (ITS Academy).
  • Der Orientierungsprozess: Analysiert die Rolle des Tutors als Prozessbegleiter und die Phasen zur Erstellung eines persönlichen und beruflichen Projekts.
  • Didaktische Ansätze: Bietet praktische Ratschläge für einen orientierenden und inklusiven Unterricht in Synergie mit anderen bereits in der Schule verwendeten Instrumenten.
  • Plattform UNICA und E-Portfolio: Bietet Wissens- und Methodenelemente für die Nutzung digitaler Werkzeuge wie der Plattform Unica und des E-Portfolios des Schülers. Dieses Modul ist entscheidend für die Verwaltung des digitalen Unterrichts.
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Entwickelte Kompetenzen und Ziele des Kurses

Das Hauptziel des INDIRE-Kurses ist es, den Lehrkräften die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, um effektiv als Tutoren und Orientierungslehrer zu agieren. Die Fortbildung zielt darauf ab, überfachliche Kompetenzen wie effektive Kommunikationsfähigkeit, aktives Zuhören und Empathie zu entwickeln, die grundlegend sind, um einen konstruktiven Dialog mit Schülern und Familien aufzubauen. Es wird angestrebt, die Lehrkraft vom reinen Wissensvermittler zu einem echten Mentor zu wandeln, der in der Lage ist, junge Menschen bei der Entdeckung ihrer Talente und Leidenschaften zu begleiten.

Eine weitere Schlüsselkompetenz ist der strategische Einsatz digitaler Werkzeuge. Die Lehrkräfte lernen, die Plattform UNICA für die Orientierung zu nutzen und vor allem die Schüler beim Ausfüllen des E-Portfolios zu unterstützen. Dieses innovative digitale Werkzeug ermöglicht es den Schülern, ihren Weg zu dokumentieren, indem sie bedeutsame Erfahrungen sammeln und über die erworbenen Kompetenzen reflektieren, einschließlich des persönlichen „Meisterwerks“, eines vom Schüler als repräsentativ für sein Jahr ausgewählten Produkts. Das Endziel ist die Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstbewertung, wodurch der Schüler zum aktiven Gestalter seiner eigenen Entscheidungen wird. Dieser berufliche Entwicklungsweg kann zudem einen Mehrwert für den eigenen Lebenslauf darstellen, der nützlich ist, um die Punktzahl in den Ranglisten zu erhöhen.

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Vorteile und Herausforderungen der neuen Fortbildung

Die Einführung der Fortbildung für Tutor- und Orientierungslehrer bietet unbestreitbare Vorteile. Zunächst einmal bietet sie einen strukturierten und landesweit einheitlichen Rahmen, der sicherstellt, dass alle beteiligten Lehrkräfte von einer gemeinsamen Wissens- und Instrumentenbasis ausgehen. Die Verfügbarkeit einer dedizierten Plattform, reich an Ressourcen und Handbüchern, unterstützt die tägliche Arbeit konkret. Die Betonung der Personalisierung und der Talentförderung stellt eine bedeutende kulturelle Entwicklung für die italienische Schule dar, mit dem Potenzial, einen direkten positiven Einfluss auf das Leben der Schüler zu haben, indem Demotivation und Schulabbruch reduziert werden.

Allerdings ergeben sich auch Herausforderungen. Die Dauer von nur 20 Stunden wird von einigen als unzureichend angesehen, um die Komplexität solch heikler Rollen zu bewältigen. Die Fortbildung, so gut sie auch konzipiert sein mag, läuft Gefahr, nur ein erster Schritt zu sein, der einer soliden und kontinuierlichen Begleitung im Laufe der Zeit bedarf. Eine weitere Schwierigkeit betrifft die Integration dieser neuen Funktionen in die bestehende Schulorganisation, was eine Überarbeitung der Arbeitsbelastung und eine starke Zusammenarbeit innerhalb der Klassenkonferenzen erfordert. Die Wirksamkeit der Reform wird maßgeblich von der Fähigkeit des Systems abhängen, diese Lehrkräfte nicht nur mit der Erstausbildung, sondern auch während des gesamten beruflichen Werdegangs und des Probejahres zu unterstützen.

Schlussfolgerungen

Die von INDIRE durchgeführte 20-stündige Fortbildung für Tutor- und Orientierungslehrer stellt einen grundlegenden Pfeiler der neuen Orientierungsstrategie der italienischen Schule dar. Entstanden auf Initiative des PNRR und der ministeriellen Leitlinien, markiert diese Initiative einen Wendepunkt, indem sie den Fokus von einer sporadischen Orientierung auf einen strukturierten und kontinuierlichen Prozess verlagert. Das Ziel ist ehrgeizig: Erzieher auszubilden, die nicht nur unterrichten, sondern auch jeden Schüler führen, ihm zuhören und ihn wertschätzen können, in einem feinen Gleichgewicht zwischen pädagogischer Tradition und digitaler Innovation.

Die Rollen des Tutors und des Orientierungslehrers sollen zu den treibenden Kräften einer inklusiveren und personalisierteren Schule werden, die junge Menschen nicht nur auf einen Beruf, sondern auf den Aufbau eines soliden Lebensprojekts vorbereitet. Obwohl die Herausforderungen, wie die Dauer der Fortbildung und die Integration in das System, nicht zu vernachlässigen sind, ist der eingeschlagene Weg klar. Es handelt sich um eine strategische Investition in das wertvollste Humankapital des Landes: seine Schüler. Der Erfolg dieser Reform wird von der Fähigkeit aller beteiligten Akteure abhängen, diese Vision in eine effektive und gelebte tägliche Praxis umzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

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Wer sind der Tutor-Lehrer und der Orientierungslehrer?

Der Tutor-Lehrer und der Orientierungslehrer sind zwei neue Berufsfiguren, die mit dem Ministerialdekret 328/2022 in der italienischen Sekundarstufe II eingeführt wurden. Der Tutor-Lehrer unterstützt eine kleine Gruppe von Schülern bei ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung, hilft ihnen, ihre Talente zu erkennen und Schwierigkeiten zu überwinden. Der Orientierungslehrer hat hingegen eine strategischere Rolle: Er sammelt und stellt Informationen über das nachschulische Bildungsangebot und die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt bereit und arbeitet mit den Tutoren zusammen, um die Schüler zu bewussten Entscheidungen zu führen.

Woraus besteht die obligatorische 20-stündige Fortbildung?

Die obligatorische Fortbildung ist ein 20-stündiger Online-Kurs, der von INDIRE, dem Nationalen Institut für Bildungsdokumentation, Innovation und Forschung, angeboten wird. Er ist als asynchroner MOOC strukturiert und besteht aus sechs Modulen, die Themen wie Orientierungskultur, Berufe der Zukunft, das tertiäre Bildungssystem und die Nutzung digitaler Werkzeuge wie der Plattform UNICA und des E-Portfolios abdecken. Der Kurs ist eine Voraussetzung für die Ernennung und schließt mit einem Abschlusstest zur Ausstellung einer Bescheinigung ab.

Was sind die Hauptziele dieser neuen Berufsfiguren?

Die Hauptziele stehen im Zusammenhang mit der im Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) vorgesehenen Orientierungsreform. Die neuen Berufsfiguren zielen darauf ab, Schulabbrüche zu reduzieren und den Bildungserfolg der Schüler zu verbessern. Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, eine bessere Abstimmung zwischen den in der Schule erworbenen Kompetenzen und den Anforderungen der Arbeitswelt und der Hochschulbildung zu fördern. Zusammenfassend sollen sie die Schüler zu aktiven und bewussten Gestaltern ihres eigenen Bildungs- und Berufsweges machen.

Was ist das E-Portfolio und welche Rolle hat der Tutor?

Das E-Portfolio ist ein innovatives digitales Werkzeug, das jedem Schüler auf der Plattform UNICA zur Verfügung steht. Es dient dazu, den gesamten Bildungsweg zu dokumentieren, einschließlich nicht nur der schulischen Leistungen, sondern auch der durch außerschulische Aktivitäten, Zertifizierungen und persönliche Reflexionen entwickelten Kompetenzen. Ein wichtiger Teil ist das „Meisterwerk“, ein vom Schüler als bedeutsam für sein jährliches Lernen ausgewähltes Produkt. Der Tutor-Lehrer hat die grundlegende Rolle, den Schüler beim Ausfüllen des E-Portfolios zu leiten und zu unterstützen, ihm zu helfen, über seinen Weg zu reflektieren und seine Erfahrungen wertzuschätzen.

Ist die 20-stündige Fortbildung für diese neuen Rollen ausreichend?

Diese Frage wird diskutiert. Die 20-stündige Fortbildung bietet eine gemeinsame und strukturierte Grundlage, die die Lehrkräfte in die Schlüsselkonzepte, Werkzeuge und Methoden der neuen Orientierung einführt. Viele Experten und Lehrkräfte sind jedoch der Meinung, dass eine so kurze Fortbildung angesichts der Komplexität der Rollen nur ein Ausgangspunkt sein kann. Aus diesem Grund haben das Ministerium und INDIRE weitere Begleitaktivitäten, die Schaffung von Praxiskommunen und kontinuierliche Fortbildungswege vorgesehen, um die Lehrkräfte langfristig zu unterstützen und die Wirksamkeit der Reform zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der 20-stündige Fortbildungskurs für Tutor-Lehrer und Orientierungslehrer?

Es ist ein obligatorischer Fortbildungskurs namens ‘OrientaMenti’, der von INDIRE im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Verdienste angeboten wird. Der 20-stündige Kurs im asynchronen Format (MOOC) soll Lehrkräften der Sekundarstufe die notwendigen Kompetenzen vermitteln, um die Rollen des Tutors und des Orientierungslehrers zu übernehmen, die zur Unterstützung der Schüler bei ihren Bildungs- und Berufsentscheidungen eingeführt wurden.

Ist die Fortbildung zum Tutor-Lehrer für alle Lehrkräfte obligatorisch?

Nein, sie ist nicht für alle Lehrkräfte obligatorisch. Die Teilnahme am Kurs ist freiwillig und richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe II, die von ihrer Schule für die Rolle des Tutors oder Orientierungslehrers ausgewählt wurden. Der erfolgreiche Abschluss der Fortbildung ist jedoch eine Voraussetzung, um für diese Aufgaben ernannt zu werden.

Wie ist der INDIRE-Kurs strukturiert und was sind die Hauptmodule?

Der Kurs ist in 6 Fortbildungsmodule unterteilt, die online auf der Plattform ‘Scuola Futura’ zugänglich sind. Die Module decken verschiedene Themenbereiche ab: die Bedeutung der Orientierung, die Analyse zukünftiger Berufe, Kenntnisse über das tertiäre Bildungssystem (wie die ITS), die spezifische Rolle des Tutors, operative Ansätze für den Unterricht und die Nutzung der einheitlichen digitalen Plattform und des E-Portfolios des Schülers.

Welche Kompetenzen werden in diesem Fortbildungskurs erworben?

Der Kurs zielt darauf ab, überfachliche und spezifische Kompetenzen zu entwickeln. Lehrkräfte lernen, Schüler bei der Wertschätzung ihrer Talente und der Entwicklung bewusster Entscheidungen zu unterstützen. Sie erwerben Fähigkeiten im Dialogmanagement mit Schülern und Familien, in der Gestaltung personalisierter Orientierungswege und im Umgang mit digitalen Werkzeugen wie dem E-Portfolio. Zudem werden Kommunikations- und aktive Zuhörfähigkeiten gestärkt, die für die Führung der Schüler unerlässlich sind.

Was passiert nach Abschluss des 20-stündigen Kurses? Gibt es eine Abschlussprüfung?

Ja, um die Abschlussbescheinigung zu erhalten, müssen alle Videolektionen angesehen, die vorgesehenen Aktivitäten abgeschlossen und ein Abschlusstest bestanden werden. Der Test besteht aus 30 Fragen, die auf den Inhalten der Module basieren. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses kann die Lehrkraft vom Schulleiter offiziell zum Tutor oder Orientierungslehrer ernannt werden, obwohl keine Verpflichtung besteht, die Aufgabe anzunehmen.

Francesco Zinghinì

Ingenieur und digitaler Unternehmer, Gründer des Projekts TuttoSemplice. Seine Vision ist es, Barrieren zwischen Nutzer und komplexen Informationen abzubauen und Themen wie Finanzen, Technologie und Wirtschaftsnachrichten endlich verständlich und nützlich für den Alltag zu machen.

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